Fundtiere - ausgesetzt, gequält, fast verhungert, krank an Leib und Seele

Dies ist ein oft schwieriges Thema. Ist das Tier einfach nur ausgebüxt? Weggelaufen wegen schlechter Haltebedingungen? Oder brutal einfach irgendwo angebunden und zurückgelassen?

Das Aussetzen eines eigenen Haustieres mit dem Ziel, sich seiner zu entledigen, ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einer Geldbuße bis
zu € 25.000 bestraft. Wenn Sie Probleme haben, können Sie mit uns reden. Wir werden gemeinsam eine Lösung suchen.


Jedes Aussetzen aber bringen wir zur Anzeige!


Wie verhalte ich mich richtig? mehr    Vorsicht bei Wildtieren mehr     Mein Haustier ist weg mehr

 

Wie verhalte ich mich richtig?

Finden Sie einen Hund, eine Katze oder Kleintiere, benachrichtigen Sie den Tierschutzverein, die Polizei oder das Landratsamt.

Sind diese nicht zu erreichen (nachts, am Wochenende) oder bleibt keine Zeit, um erst auf Hilfe zu warten, dann helfen Sie als Tierfreund dem
verletzten Tier und bringen es zum nächsten Tierarzt. Dieser kann mit dem Tierschutzverein oder der Polizei klären, ob es einen Besitzer gibt. 

In jedem Fall wird ein Fundtier zunächst bei uns aufgenommen und tierärztlich versorgt. Dabei suchen wir es nach Tätowierungen, einem Chip oder anderen Kennzeichungsmerkmalen ab, was die Suche nach dem Halter erleichtern kann.

Kosten

  • Für jedes Fundtier, das von seinem Besitzer wieder abgeholt wird, sind für Aufnahme inkl. Verpflegung pro Tag € 10,00 zu bezahlen.
  • Musste das Tier durch Einsatz von Tierheim-Personal geholt werden, fallen zusätzlich € 20,00 an für Personal- und Fahrtkosten.
  • Zu diesen Gebühren kommen ggf. notwendige Tierarztkosten dazu, die wir 1:1 weiterberechnen.

Wird ein Fundtier nicht abgeholt, geht es nach 28 Tagen automatisch in den Besitz des Tierheims über und wird sobald wie möglich zur Weitervermittlung angeboten.

Vorsicht bei Wildtieren

Rufen Sie hier möglichst immer die Polizei, das Veterinäramt oder den Jagdpächter an.

Achtung Greifvögel

Wenn Sie einen Greifvogel finden der nicht wegfliegt, rufen Sie das Veterinäramt an. Greife sind grundsätzlich meldepflichtig!

Für die Versorgung verletzter oder kranker Vögel können Sie dort die Adressen von Falknereien/Greifvogelstationen erfragen, die in der Lage und befugt sind, Greifvögel zu versorgen. Privatpersonen dürfen dies nicht.

Sollten Sie im Notfall ein Tier selbst bergen müssen, nehmen Sie ein Tuch oder eine Decke, die Sie auf den Vogel werfen. In der Regel verhält sich der Vogel still, wenn Sie ihn dann von oben mit beiden Händen nehmen, wobei die Flügel an den Körper gedrückt werden. Den Schnabel müssen Sie nicht fürchten. ABER: die großen messerscharfen Krallen schnappen über ungeschützten Händen zu wie über der gefangenen Maus! Also Füße gut in Decke verpacken, den Vogel wenn möglich in einem Karton sichern (notfalls über Nacht) und zum Tierarzt oder Veterinäramt bringen.

Vermisst...

Ihr Haustier ist weg? Ein Albtraum für jeden Tierliebhaber! Viele Besitzer sind mit dieser Situation vollkommen überfordert und verzweifeln.
Mit unserer kleinen Auflistung möchten wir Ihnen eine Hilfestellung für den Fall eines Tierverlustes geben:

 

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Tier sich nicht in der Nähe versteckt hält oder eingeschlossen ist
    inspizieren Sie alle Räumlichkeiten und Schränke.
  • Verständigen Sie zuerst das örtliche Tierheim (Tel.-Nr. 08221 / 3 03 31) und die Polizei, vor allem wenn Ihr Tier bei einem Autounfall abhanden gekommen ist.
  •  Polizei Günzburg Tel.-Nr. 08221 / 91 90

     Polizei Burgau Tel.-Nr. 08222 / 9 69 00

  • Fragen Sie in den Tierarzt-Praxen nach, ob ein verletztes Tier eingeliefert wurde.
  • Achten Sie in der Tagespresse auf die Veröffentlichungen des Tierheims sowie Inserate über zugelaufene Tiere.
  • Informieren Sie die Nachbarn über den Verlust Ihres Tieres. Vielleicht hat Ihr Tier dort Unterschlupf gefunden.
    Vor allem Freigängerkatzen werden häufig aus Versehen in Kellern, Schuppen, Garagen eingeschlossen!
  • Hängen Sie Zettel in der Nachbarschaft auf.
  • Wenn Wohnungskatzen z.B. durch ein offenes Fenster entwischen, halten Sie sich in der Regel in der Nähe des Hauses auf. Sie fühlen sich unsicher in der ungewohnten Umgebung und suchen tagsüber Unterschlupf. Suchen Sie Ihr Tier daher verstärkt im Dunkeln,
    wenn Ruhe auf den Straßen eingekehrt ist. Wenn Sie wissen, wo sich Ihr Tier aufhält, es sich aber auch nicht von Ihnen fangen lässt, fragen Sie im Tierheim nach einer Katzenfalle oder bei Hunden wenden Sie sich an einen Tierarzt.
  • Hunde und Katzen sollten immer gechipt und/oder tätowiert und bei verschiedenen Haustierregistern gemeldet sein! Dann kann man auch den Besitzer einfacher ausfindig machen.
  • Ist Ihr Tier registriert, melden Sie auch dort den Verlust! Das Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes erreichen Sie unter der Telefonnummer: 01805-23 14 14.
  • Wenn Ihr Tier wieder da ist, sollten Sie bei einem längerem Verlust baldmöglichst einen Tierarzt aufsuchen, um es untersuchen zu lassen. Kätzinnen könnten zwischenzeitlich befruchtet sein und sollten sobald wie möglich sterilisiert bzw. kastriert werden.
  • Auch wenn Ihr Tier ausgehungert sein sollte, übertreiben Sie es nicht mit der Fütterung! Lieber mehrere kleine Portionen anbieten.
  • Und als Hundebesitzer denken Sie bitte daran, das Tier beim Wiedersehen nicht zu bestrafen! Der Hund kann den Zusammenhang mit seinem Weglaufen nicht mehr herstellen!
     
  • Ein Tipp für Hundebesitzer:

    Lassen Sie auf das Halsband eine Plakette aufnieten, auf der Ihre Telefonnummer eingraviert wurde.